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„Daß du nicht weißt, was dir frommt, des faß ich jetzt deines als Pfand!“
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19. Oktober 2017

Das Tänzelnde

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See unter dem See.

Gewachsene Fülle der eigenen Lust.
Zufriedene Fröhlichkeit. Günstiges Geschick.
Das naive Streben nach einer Richtschnur stört sich anfangs an der gesellschaftlich gewachsenen Unvernunft nicht.

Gewachsene Fülle der eigenen Achtung.
Ernste Fröhlichkeit. Günstiges Geschick. Reue schwindet.
Das naive Streben nach einer Richtschnur zeichnet sich in seinem Umfeld durch ungewöhnlichen Ernst aus.

Gewachsene Leere der eigenen Sorge.
Ankommende Fröhlichkeit. Mißgeschick.
Das naive Streben nach einer Richtschnur erkennt die konzeptuelle Unangemessenheit der umgebenden Vergnügungen.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Abgewogene Fröhlichkeit ist nicht mit sich zu Frieden. Nachdem sich ein Mann von seinen Fehler befreit hat, hat er Freude.
Das naive Streben nach einer Richtschnur behauptet seine Eigenart gegen die anbrandenden Ablenkungen.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung.
Ernsthaftigkeit gegenüber auflösenden Einflüssen ist gefährlich.
Das naive Streben nach einer Richtschnur bringt sich durch sein Streben nach gesellschaftlicher Verständigung über dieselbe selbst in Gefahr.

Gewachsene Leere der umgebenden Sorge.
Verführerische Fröhlichkeit.
Sollte das naive Streben nach einer Richtschnur an den Punkt gelangt sein zu glauben, eine gesellschaftlich geteilte Richtschnur gefunden zu haben, so hat es sich an die Unvernunft verloren.

Eine Bemerkung zur Logik des Hexagramms.

Die Natur strebt immer danach zu erzeugen, woran es ihr mangelt, aber hier vereinnahmt der größere Mangel den kleineren anstatt sich seinem Streben anzuschließen. Der Grund hierfür liegt in der Unbedarftheit beider Seiten verbunden mit ihrer gewachsenen Distanz. Aus demselben Grund schließen sich auch Cliquen nicht zusammen, sondern absorbieren andere höchstens.

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18. Oktober 2017

Der Schaum

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Wind unter dem See.

Gewachsene Leere der eigenen Lust.
Kein Vorwurf deswegen, weiße Binsen unterhalb auszubreiten.
Die Heimeligkeit unter der Herrschaft der Unvernunft zu erneuern ist ein Spiel mit dem Kollaps, da kaum geeignete Baumaterialien zur Verfügung stehen. Folglich besteht der erste Schritt darin, die Folgen des Kollapses abzumildern.

Gewachsene Fülle der eigenen Achtung.
Eine trockene Pappel sprießt aus der Wurzel. Ein alter Mann nimmt eine junge Frau. Alles führt weiter.
Und der zweite Schritt besteht darin, sich auf das Rudimentäre zu beschränken.

Gewachsene Fülle der eigenen Sorge.
Der Firstbalken sackt bis zum Bruchpunkt. Mißgeschick.
Dennoch erweist sich die eigene Konzeption als mangelhaft.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Der Firstbalken ist geschient, günstiges Geschick. Wenn es letzte Absichten gibt, ist es demütigend.
Aber Ahilfe ist möglich, wenngleich nur im Rahmen der Zeit, welche weitergehende Ansprüche verbietet.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung.
Eine welke Pappel blüht. Eine ältere Frau nimmt einen Gatten. Kein Vorwurf. Kein Lob.
Die gesellschaftliche Etablierung eines sich derart über die Runden Gerettethabenden ist eine reine Formalie und bleibt ohne die geringste Wirkung.

Gewachsene Leere der umgebenden Sorge.
Man muß durch das Wasser gehen. Es geht einem über den Kopf. Mißgeschick. Kein Vorwurf.
Wenn ihn dann der Ernst der Zeit einholt, wird er ihr materiell doch nicht gewachsen sein.

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Die Bilder des I Chings

See. Das Formwandelnde.
Feuer. Das Neuverbindende.
Wind. Das Erfüllende.
Berg. Das Gestaltende.
Abgrund. Das Mitreißende.
Donner. Das Belebende.
Himmel. Das Begeisternde.
Erde. Das Festhaltende.

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Der Siedepunkt

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Feuer unter dem See.

Gewachsene Fülle der eigenen Lust.
In das Fell einer gelben Kuh gehüllt.
Der Mangel an Übereinstimmung in Zeiten der Unvernunft zwingt denjenigen, welcher sich um die Erneuerung ersterer bemüht, in eine demütige Haltung.

Gewachsene Leere der eigenen Achtung.
Wenn der eigene Tag gekommen ist, mag man einen Umsturz erreichen. Beginnen führt zu günstigem Geschick. Kein Vorwurf.
Wenn er Aussicht auf Erfolg der Erneuerung der gesellschaftlichen Übereinstimmung mit ihm sieht, muß er seine sozialen Beziehungen von Anfang an in Hinblick auf den zu erreichenden Umsturz gestalten.

Gewachsene Fülle der eigenen Sorge.
Beginnen führt zu Mißgeschick. Beständigkeit bringt Gefahr. Wenn die Rede vom Umsturz dreimal umging, darf man sich verschreiben, und die Männer werden an einen glauben.
Der Umsturz kann nur gelingen, wenn seine Ziele in den umstürzlerischen Kreisen allgemein getragen werden. Entsprechend muß sich der Übereinstimmungserneuernde anpassen und -dienen.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Die Reue schwindet. Die Männer glauben an ihn. Die Regierungsform zu ändern, führt zu günstigem Geschick.
Die Zeit für den Umsturz ist gekommen, wenn man stark genug für ihn ist.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung.
Der große Mann wandelt wie ein Tiger. Sogar bevor er das Orakel befragt, glauben die Leute an ihn.
Niemand stellt sich gegen ihn, der den Wandel brachte. Vielmehr ist der auch weiterhin von ihm gebrachte Wandel den Übrigen Gesetz.

Gewachsene Leere der umgebenden Sorge.
Der überlegene Mann wandelt wie ein Panther. Der unterlegene Mann häutet sich im Gesicht. Beginnen führt zu Mißgeschick. Beständig zu bleiben führt zu günstigem Geschick.
Die neue Ordnung ist wie die alte ein Zaum für die Menschen, welche die neue Regierung fürchten muß.

Eine Bemerkung zur Logik des Hexagramms.

Der Umsturz ist die gröbste Form der sozialen Erneuerung, weshalb er für die gröbste Herrschaftsform aufgespart ist, aber da er die Gesetzlichkeit nicht erneuert, ändert er auch an der grundsätzlichen Herrschaft der Unvernunft nichts.

Mit anderen Worten kommt die Herrschaft der Unvernunft nicht durch einen Umsturz an ihr Ende, sondern stellt vielmehr die Ära der Umstürze dar.

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Die Blase

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Himmel unter dem See.

Gewachsene Fülle der eigenen Lust.
Mächtig in den vorwärts schreitenden Zehen. Wenn man geht und der Aufgabe nicht gewachsen ist, macht man Fehler.
Der Geformte ist von der ideellen Überlegenheit seiner Sache überzeugt, aber das bedeutet nicht, daß er wüßte, wie er ihr materiell zum Sieg verhelfen könnte.

Gewachsene Fülle der eigenen Achtung.
Ein Warnruf. Waffen am Abend und in der Nacht. Fürchte nichts.
Nach anfänglichem Stolpern schließen sich die Geformten zu Wehrgemeinschaften zusammen.

Gewachsene Fülle der eigenen Sorge.
Mächtig in den Wangenknochen zu sein führt zu Mißgeschick. Der überlegene Mann ist fest entschlossen. Er geht allein und wird vom Regen erwischt. Er wird bespritzt, und die Leute murren über ihn. Kein Vorwurf.
Nach hinreichender Besinnung sieht der Geformte ein, daß er das Kind nicht mit dem Bade ausschütten darf, was ihm den Unmut seiner weniger besonnenen Kameraden einträgt.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Er hat keine Haut auf den Oberschenkeln, und das Gehen fällt schwer. Würde ein Mann sich wie ein Schaf führen lassen, schwände die Reue, aber wenn diese Worte gehört werden werden, werden sie nicht geglaubt werden.
Der Geformte muß sich den bestehenden Verhältnissen beugen, wenn er in ihnen vorankomen will, aber sein Idealismus läßt ihn das nicht ergeben ertragen.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung.
Im Umgang mit Unkraut ist feste Entschlossenheit nötig. In der Mitte zu gehen bleibt tadellos.
Nachdem er erste Betätigungsfelder gefunden hat, muß der Geformte aufpassen, daß die Unvernuft keine Wurzeln in ihm schlägt. Er darf weder zu gehässig, noch zu nachlässig sein, sondern muß seiner eigenen Vernunft stets von neuem Gehör schenken.

Gewachsene Leere der umgebenden Sorge.
Kein Ruf. Am Ende kommt Mißgeschick.
Die systemische Unvernunft überfordert den Geformten schließlich. Er kann sich nicht allen ihren Auswüchsen entgegenstellen. Sein Mangel besteht letztlich darin, daß seine Form aus einer Zeit vor der Unvernunft herrührt und nicht alle Antworten auf sie hat.

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Der Schlick

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Erde unter dem See.

Gewachsene Leere der eigenen Lust.
Wenn du ernst bist, aber nicht bis zum Ende, wird es etwas Verwirrung geben. Wenn du ausrufst, kannst du nach einem Griff mit der Hand wieder lachen. Bedaure nicht. Es ist tadellos zu gehen.
Der Ungeformte muß aufbrechen und sich der Strömung überlassen, auch wenn er keinen genauen Begriff davon hat, was er will, denn die Verhältnisse bereiten ihm schon eine Umgebung, in welcher er sich zurechtfindet.

Gewachsene Leere der eigenen Achtung.
Sich ziehen zu lassen führt zu günstigem Geschick und bleibt tadellos. Wenn man ernst ist, führt es einen sogar weiter, eine kleine Ehrung darzubringen.
Einmal in dieser Umgebung, muß der Ungeformte die Dinge bloß ihren Gang gehen lassen und nur darauf achten, niemanden gegen sich aufzubringen.

Gewachsene Leere der eigenen Sorge.
Versammlung unter Seufzern. Nichts, das weiterführen würde. Es ist tadellos zu gehen. Leichte Demütigung.
In dem Moment, in welchem der Ungeformte beginnt, eigene Maßstäbe zu entwickeln, muß er seinen Kurs notgedrungen korrigieren, um ihn an ihnen auszurichten. Indes bedeutet das nicht mehr, als von einer Strömung in eine andere zu wechseln.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Großes günstiges Geschick. Kein Vorwurf.
Hat sich der Ungeformte im vorigen Schritt der richtigen Strömung angeschlossen, so begegnet ihm unter den herrschenden Verhältnissen anfänglich kein Widerstand.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung.
Wenn man bei der Versammlung eine herausgehobene Position bekleidet, so bringt einem das keinen Vorwurf ein. Wenn es einige gibt, welche ihr Arbeit noch nicht ernstnehmen, bedarf es edler und anhaltender Beständigkeit, dann schwindet die Reue.
Im Moment der eigenen Verantwortlichkeit für das Verhalten andrer beginnt der Mangel an Vernunft der bestehenden Verhältnisse sich auf die eignen Schultern zu legen.

Gewachsene Leere der umgebenden Sorge.
Klagen und seufzen, Tränenfluten. Kein Vorwurf.
Wer sich von der Herrschaft der Unvernunft hat formen lassen, dessen Schicksal ist es nicht, sie zu beenden. Alles was ihm bleibt ist, ihre Resultate mitanzusehen.

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17. Oktober 2017

Die Wegstrecken des Ichs

Die Teile des Ichs bestehen nicht nur in jedem Augenblick, sondern (logischerweise) auch als zeitlich ausgedehnte Gegenstände, nämlich
  • der Wille als Geist,
  • die Handlung als Auflage und
  • die Wahrnehmung als Schicksal.
Der Geist, welcher uns treibt, präzise gesagt unser Dharma, zeigt sich dabei keinesfalls offensichtlich in unseren Taten oder gar deren wahrnehmbaren Folgen, sondern verbleibt im wesentlichen eine private Angelegenheit und sorgt ausschließlich dafür, daß wir uns die für unsere Taten und deren Folgen nötigen Gedanken machen.

Im speziellen beruht unser Selbstbild wesentlich auf unserem Geist und kann in Folge dessen gravierend von dem Eindruck abweichen, welchen andere von uns haben: Wir sehen unser Bemühen, andere, was wir tun, sofern sie nicht dazu gebracht wurden, mit uns zu sympathisieren.

Im Geist liegt auch der Sinn, welchen wir in unserem Leben sehen.

In der Auflage, was uns auferlegt ist, liegt hingegen das, was wir in unserem Leben tatsächlich tun, und ihre notwendigerweise kümmerliche Überschneidung mit dem, was in unserem Geist liegt, führt zu der befremdlichen Einsicht, daß unsere Taten seltsam sinnlos und unsere Absichten seltsam unverfolgt verbleiben.

Und wenn man auf sein Schicksal sieht, das, zu was das eigene Leben führt, präziser gesagt sein Karma, so wird alles noch befremdlicher. Zwar findet man hier objektive Antworten auf die Frage nach dem eigenen Zweck, aber diese nehmen wiederum mit Notwendigkeit weder Rücksicht auf die Ausrichtung der eigenen Taten, noch gar auf dasjenige, worin man ursprünglich, vor der Erwägung des eigenen Schicksals, den Sinn des eigenen Lebens sah.

So weit liegen Sinn in Form dessen, was uns bewegt, und Zweck in Form dessen, was wir bewirken, auseinander, daß uns gar nichts anderes übrig bleibt als zu glauben, daß sich beides schon irgendwie verbinde.

Wenn ich auf mein Leben sehe, so war mein Geist stets auf die allgemeine Erleichterung des Lebens bedacht, zugleich uneigennützig und der Muße zugetan, und wenn ich auf meine Taten sehe, so finde ich kaum mehr, als der Anfechtung zu entkommen, und was da mehr ist, scheint jedenfalls gänzlich folgenlos, und doch, wenn ich auf das sehe, was ich wahrscheinlicherweise (mit)bewirkt habe, weiß ich ehrlich gesagt nicht, was ich denken soll: Ich wandle buchstäblich auf einem unbegreiflichen Pfad.

Und das letzte Kapitel dieser Unbegreiflichkeit ist die Vorzeichnung meines Wegs in den Hexagrammen des I Chings. Wie ist es dazu gekommen? Nicht, daß sich unsere Wege nicht vorzeichnen ließen, nein, ich meine, wie ist es dazu gekommen, daß ich ausgehend von den tatsächlichen Entsprechungen der Bilder der Trigramme und den einsilbigen Zeilen des I Chings diese Zeichnung gefunden habe, und warum habe ich es überhaupt versucht, sie dort zu finden? Was gab mir Hoffnung?

In Las Vegas haben sie an die 60 Leute in einem Freilichttempel mit 10 Fuß hohen Mauern aus dem 32. Stockwerk (und anderen Positionen) heraus erschossen. Was für Arschlöcher! Ob sie sich danach in der Schweiz einen 'runtergeholt haben? Ich weiß es nicht. Aber ich bin es leid. Auf was beruht die heutige Welt? Offensichtlich auf totaler geistiger Verblendung, die Leute sehen ihren Geist, aber nicht was sie tun, und schon gar nicht, zu was es führt.

Soweit es mich betrifft, und den, der mich leitet, mag die Zeit da sein, diese Grundlage zu zerschlagen und die Menschen nackt ins Tageslicht zu stellen, auf daß ein jeder sehe, was ein jeder tut, und das Ansehen ins Lot komme, denn das muß es.

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Die Insel

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Berg unter dem See.

Gewachsene Leere der eigenen Lust.
Die Beeinflussung zeigt sich im großen Zeh.
Die eigene Gerechtfertigtheit beginnt mit dem Vorsatz, sie zu suchen. In meinem Fall im Alter von drei Jahren.

Gewachsene Leere der eigenen Achtung.
Die Beeinflussung zeigt sich in den Waden. Mißgeschick. Zaudern führt zu günstigem Geschick.
Die ersten Gehversuche, der eigenen Gerechtfertigtheit zu folgen, müssen in einer Zeit der Unordnung auf überwältigenden Widerstand stoßen, so daß man schließlich lernt, dem Streit aus dem Weg zu gehen. In meinem Fall im Alter von zwölf Jahren.

Gewachsene Fülle der eigenen Sorge.
Die Beeinflussung zeigt sich in den Oberschenkeln und hält jene, welche ihr folgen. Weiterzumachen ist demütigend.
Die eigene Widerständigkeit gegen die vorherrschende Unordnung beginnt, andere in ihren Bann zu ziehen. Indes hat man irgendwann genug Schläge eingesteckt. In meinem Fall im Alter von 30 Jahren.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Beständigkeit bringt günstiges Geschick. Reue schwindet. Wenn der Geist eines Mannes aufgewühlt ist und seine Gedanken hierhin und dorthin gehen, werden nur jene Freunde, auf welche er seine bewußten Gedanken richtet, ihm folgen.
Die eigene Gerechtfertigtheit beginnt, einem den Weg zu weisen, auf welchem einen indes nur jene begleiten, welche man gedanklich einbezieht. In meinem Fall Wiebke Freese.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung.
Die Beeinflussung zeigt sich im Nacken. Keine Reue.
Die eigene Gerechtfertigtheit stärkt einem in den natürlicherweise auftretenden Auseinandersetzungen den Rücken. Der Sinn dieses verhärteten Auftretens besteht darin, den bestehenden Konformitätsdruck zu brechen. In meinem Fall seit dem 17.6.2016.

Gewachsene Leere der umgebenden Sorge.
Die Beeinflussung zeigt sich in Kiefer, Backen und Zunge.
Am Ende der eigenen Gerechtfertigtheit steht selbstverständlich ihre Mitteilung und Lehre.

Eine Bemerkung zur Logik des Hexagramms.

Umgebende Unordnung kann innere Ordnung nicht erschüttern. Das gilt auch für Richard Wilhelm und längst verstorbene chinesische Lehrer.

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Die offenen Schleusen

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Donner unter dem See.

Gewachsene Fülle der eigenen Lust.
Die Standarte ändert sich. Beständigkeit führt zu günstigem Geschick. In Gesellschaft aus der Tür zu gehen bewirkt Taten.
Die kollabierte Ordnung verschafft der Lust neue Betätigugsfelder.

Gewachsene Leere der eigenen Achtung.
Wenn man am kleinen Jungen festhält, verliert man den starken Mann.
In der entstandenen Unordnung muß man seine kindlichen Idealvorstellungen aufgeben, um voranzukommen.

Gewachsene Leere der eigenen Sorge.
Wenn man am starken Mann festhält, verliert man den kleinen Jungen.
Wer auch immer in der entstandenen Unordnung vorangekommen ist, hat seine kindlichen Idealvorstellungen verloren.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Befolgung bewirkt Erfolg. Beständigkeit führt zu Mißgeschick. Seinen Weg in Ernsthaftigkeit zu gehen, führt zu Klarheit. Was kann daran tadelnswert sein?
Der vorherrschenden Strömung in der Unordnung zu folgen, führt schließlich zu Mißgeschick, weshalb es nötig ist, sich darauf zu besinnen, was schließlich aus der Unordnung herausführen könnte.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung.
Ernsthaft im Guten. Günstiges Geschick.
Nach der Besinnung ist es folglich nötig, ihr entsprechend zu wirken.

Gewachsene Leere der umgebenden Sorge.
Er selbst begegnet mit fester Gefolgschaft und wird noch weiter gebunden. Der König lädt ihn zum Westlichen Berg ein.
Wer sich in der Unordnung also bewährt, wird selbst zur Stütze neuer Ordnung.

Eine Bemerkung zur Logik des Hexagramms.

Während der Sinnverlust die Achtung zur Selbstaufgabe bringt, betrachtet die Lust ihn als Chance. Ein zeitgenössisches Beispiel für es ist durch George Soros gegeben, welcher sicherlich auch glaubt, das Hexagramm sei für ihn geschrieben worden.

Indes, was sich heute vollzieht, entspricht dem Hexgramm nicht ganz, siehe The last swing of the pendulum, da die stetig steigende Produktivität die Schleusen vorzeitig wieder schließt, so daß niemand, auch George Soros nicht, die Zeit hat, die nötige Klarheit zur Erneuerung der Ordnung zu erreichen und durch eigene Taten umzusetzen.

Es ist nicht ohne Ironie, daß jene, welche diesen Engpaß nicht sehen, heute, da sie von jenen, welche ihn sehen, herausgefordert werden, sich taktisch darauf verlegt haben, die Zeit zu schinden, von welcher sie genügend zu haben meinen und die  anderen wissen, daß sie schon vorher nicht reichte.

Der Teufel weiß, daß er wenig Zeit hat, weil er tatsächlich wenig Zeit hat, oder auch anders: Die Verknappung der Zeit macht seine Herrschaft erst möglich, sie ist der Preis, um welchen er nur auf Erden herrschen kann. Man muß in der heutigen Lage davon sprechen, daß die Erneuerung der gesellschaftlichen Ordnung aufgrund des gekommenen Endes des Zeitalters der Werke entgleist.

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16. Oktober 2017

Die Austrocknung

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Abgrund unter dem See.

Gewachsene Leere der eigenen Lust.
Man sitzt deprimiert unter einem kahlen Baum und irrt in einem dunklen Tal umher. Drei Jahre lang sieht man nichts.
Die Lust ist die Quelle ihrer Gegenstände.

Gewachsene Fülle der eigenen Achtung.
Man ist deprimiert bei Fleisch und Trunk. Der Mann mit den scharlachroten Kniebändern ist gerade dabei zu kommen. Es führt einen weiter, ein Opfer anzubieten. Aufzubrechen führt zu Mißgeschick. Kein Vorwurf.
Die Achtung ist die Quelle ihrer Gegenstände.

Gewachsene Leere der eigenen Sorge.
Ein Mann erlaubt sich, daß ihn Stein deprimiert, und stützt sich auf Dornen und Diesteln. Er betritt das Haus und sieht seine Frau nicht. Mißgeschick.
Die Sorge ist die Quelle ihrer Gegenstände, das heißt steinerner Gesetze. Verwirft sie diese, findet sie nicht mehr zu dem, wofür sie Sorge trägt, nämlich ihren Frieden.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Er kommt sehr leise, deprimiert in einer goldenen Kutsche. Demütigung, aber das Ende ist erreicht.
In dem Moment, in welchem man sich dessen bewußt wird, daß einen die eigenen Mitstreiter ob ihrer Gewaltausübung deprimieren, findet man in der Beschämung die Kraft, es selber besser zu machen.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung.
Seine Nase und Füße werden abgeschnitten. Depression durch die Hand des Mannes mit den violetten Kniebändern. Fröhlickeit kommt sanft. Es führt einen weiter, Ehrungen und Trankopfer anzubieten.
Wer deprimiert ist, weil er im Stich gelassen wurde, findet, daß das Schicksal ihn immernoch braucht.

Gewachsene Leere der umgebenden Sorge.
Ihn deprimieren kriechende Reben. Er bewegt sich unsicher und sagt: Bewegung bringt Mißgeschick. Wenn man darüber Reue empfindet und einen Anfang macht, kommt günstiges Geschick.
Im Angesicht überkommener Ordnungen bedarf es bloß des Ansporns, um das unpassend Gewordene zu ersetzen.

Eine Bemerkung zur Logik des Hexagramms.

Das obere Trigramm bedeutet Mangel an Sorge, Vernunft oder Sinn, und das untere steht für die Achtung oder die Disziplin, welche durch diesen Mangel ihr Ziel verliert.

Daß das Wesen der Depression darin besteht, daß die Sorge ihre Gegenstände verliert, also ihre Ideale oder Prinzipien, indem ihr eingeflüstert wird, diese seien bloße Hirngespinste, habe ich bereits im Sommer 2012 geschrieben, siehe Depression als evaluative Inkongruenz, und im folgenden Winter dann, daß Depression allgemeiner darin besteht, daß die Angemessenheit der eigenen seelischen Existenz gestört ist, also nicht nur die der Sorge, sondern auch die der Achtung oder Lust, siehe Depression und Sinnfindung, wobei ich dort Ich statt Achtung schrieb.

Um es zusammenzufassen, Sorge ohne Ideale, Achtung ohne Entscheidungsmöglichkeiten und Lust ohne Kraft sind die unangemessenen Existenzweisen der Seelenteile, welche in die Depression münden. Wo diese auf Täuschungen beruhen, liegt es in der Natur der Seele, sie abzuschütteln, was bei der Sorge freilich am schwierigsten ist, weshalb die Vergiftung des Glaubens auch den gefährlichsten Angriff auf die Seele darstellt, und wo nicht, da muß die Seele die Unangemessenheit überwinden, und sie strebt auch danach, selbst wenn der Weg lang ist und unter Umständen nur durch das Gebet zum Ziel gelangt.

Depression selbst ist selbstverständlich gleichbedeutend mit Selbstaufgabe, also einem Zusammenbruch der eigenen Haltung durch Abkehr der Achtung von ihr. Und da die Sorge bei weitem den stärksten Grund zur Depression liefert, denn es ist schlimmer, gezwungen zu werden, als gebrechlich zu sein, und schlimmer, kein Ziel zu haben, als gezwungen zu werden, ist der Mangel in ihr als übergeordneter Einfluß das natürliche Kennzeichen der Depression, so daß das Hexagramm Depression natürlich abbildet, aber auch umgekehrt ist die Abbildung natürlich, denn was außer Depression wäre noch Auswirkung des Mangels in der Sorge auf die Achtung?

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14. Oktober 2017

Zu den 80 Prozent

Mein letzter Deutschlandbesuch im vergangenen Sommer hatte mich, wie damals schon geschrieben, erheblich verstört, weil eine Epidemie, welche mir in Ansätzen bereits vorher aufgefallen war, genauer gesagt im Jahr zuvor, als ich den Beitrag Beispiele und Analyse von Sprachmelodie im Deutschen geschrieben hatte, abhängig vom Ort zwischen 40 und 97 Prozent der Bevölkerung erfaßt hatte und mich mit dem niederschmetternden Eindruck zurückließ, daß insgesamt wohl 80 Prozent der Deutschen betroffen sein müßten.

Die Rede ist von der Angleichung der eigenen Persönlichkeit bis in die eigene Art zu sprechen hinein an Rollenvorbilder aus dem Fernsehen, und nicht etwa an einen ganzen Katalog solcher, sondern genau an ein Vorbild für Männer und eines für Frauen, weshalb ich bereits vor einem Jahr auf der Fähre ständig meinte, meinen Bruder und meine Mutter zu hören.

Die Sache ist gespenstisch und deprimierend, wenn man die Folgen bedenkt, und erinnert vage an Science-Fiction-Filme, sei es nun Invaders from Mars, Invasion of the Body Snatchers oder The Matrix Reloaded.

Indes, wenn ich an Agentin Smith aus dem Eiscafé in einem hier nicht näher bestimmten Nordseebad zurückdenke, eines, das sich seit 1970 nicht verändert hat, ganz im Gegensatz zu seinen Besuchern, wie sie ihrer Urlaubsbekanntschaft eine Urlaubsanekdote aus wärmeren Gefilden zum Besten gab, was indes nicht mehr als ein ungeduldiges Grunzen hervorrief, so begegnet mir in ihr doch etwas Menschliches, nicht ihre Urlaubsanekdote von der großen Welle, welche sie, von hinten kommend, aus cooler Pose auf den Bauch klatschte, sondern das leichte Unbehagen in ihrer Lage: Hier ist sie also, tut, was alle tun, und kann also mit allen reden, aber... mit wem redet sie also?

Solange das Vorbild nur genug strahlt, empfindet der Durchschnittsdeutsche nichts dabei, sich neu einzukleiden, denn schlechter sieht er doch nicht aus, aber wenn sich nun alle in dieselben zwei Kleider kleiden, eines für Männer und eines für Frauen, und er sich nach einem Partner umsieht, wird ihm der Verlust schlagartig bewußt, denn so voll der Anzug auch sein mag, der Filter, welcher den richtigen Anzug selektiert, ist leer, da ist nichts geblieben, und so kann es doch nicht sein, daß die eigene Wahl überflüssig wäre?

Menschliche Relationen sind informationsmäßig gesehen durch Differenzen bestimmt, und wo es keine Differenzen gibt, da gibt es auch keine unterscheidbaren Relationen. Das ist nicht ohne Witz: Die Frage nach der Diskriminierung stellt sich gar nicht erst, weil sich alle in den Einheitsanzug werfen, und erst der Wunsch danach zu diskriminieren, weckt Zweifel an ihm.

Indes, so bleibt es natürlich nicht. Ich zitiere aus dem Hexagramm 6, Die Kluft:
Gewachsene Leere der eigenen Sorge. [...] Ehrgeiz zwängt sich stracks in ein Korsett und meint alsbald kein Fett mehr auf den Rippen zu haben. Es bedarf einer Weile, bis ein Bewußtsein für die eigenen Stärken und Schwächen entsteht.
Gewachsene Fülle der umgebenden Lust. [...] Ehrgeiz ist streitlustig. Es bedarf der Besinnung auf die eigenen Ziele, um auf lange Sicht hinaus zu wirken.
Genau da stehen sie gerade, die 80 Prozent. Sie haben sich in ein Korsett gezwängt und müssen ihre eigenen Ziele klären.

Ich erwarte freilich, daß sie zu faul dafür sind und stattdessen nach neuen Vorbildnern rufen, wie gehabt bereit, sich vollends anzupassen, denn wir reden hier ja nicht von einzelnen Menschen, welche reifen, sondern vom Volk.

Indes, der Sinn des Korsetts der Erziehung ist die Erleichterung des Spiels, welches das Leben für das Volk ist, und Uniformität stört das Spiel und wird es auch weiterhin stören, solange Informationstechnik und universalistisches Rechtfertigungsbedürfnis sich zu ihr verbünden, und also wird auch dieser Menschschlag solange bleiben, ängstlich und zum Absprung bereit.

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12. Oktober 2017

Die Geister der Fundamentlegung

Das Hexagramm
  • Der Spiegel beschreibt die Etablierung einer neuen Gesetzlichkeit durch die Entwicklung einer Richtschnur,
  • Der Brand die Etablierung einer neuen Übereinstimmung durch die Entwicklung einer Verbindung und
  • Der Wirbelwind die Etablierung neuer heimatlicher Verbundenheit durch die Entwicklung eines Antriebs,
wodurch die Fundamente der Sorge, beziehungsweise der Achtung oder der Lust gelegt werden.

Richtschnur, Verbindung und Antrieb weisen in die Zukunft, wohingegen die Schicksale der Fundamentlegung, Moor, Erdbeben und Sandsturm, die Gegenwart der Fundamentlegung in den Mittelpunkt stellen, also Unbeholfenheit, Anfechtung und Arbeitsamkeit.

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Der Brand

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Feuer unter dem Himmel.

Gewachsene Fülle der eigenen Lust.
Gefolgschaft mit Männern an der Pforte. Kein Vorwurf.
Jede Verbindung nimmt einen vergleichsweise unverbindlichen Anfang.

Gewachsene Leere der eigenen Achtung.
Gefolgschaft mit Männern in der Sippe. Demütigung.
Wenn sich die ersten neuen Verbindungen vertiefen, verschaffen sich alsbald ältere Verbindungen Gehör.

Gewachsene Fülle der eigenen Sorge.
Er versteckt Waffen im Dickicht. Er erklimmt den hohen Hügel vor ihm. Drei Jahre lang erhebt er sich nicht.
Die Suche nach neuer Verbindung muß einstweilen der Wappnung gegen alte Verbindungen weichen.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Er steigt auf seine Mauer. Er kann nicht angreifen. Günstiges Geschick.
Gegen alte Verbindungen gewappnet erkennen wir, daß wir sie nicht aufheben können, und unser Sinn wendet sich dahin, neben ihnen zu bestehen.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung.
In Gefolgschaft verbundene Männer weinen und klagen erst, aber nachher lachen sie. Nach großen Anstrengungen haben sie es geschafft, sich zu treffen.
Die Feindlichkeit der alten Verbindungen ist bitter, aber um so süßer ist die neu gefundene Verbundenheit.

Gewachsene Fülle der umgebenden Sorge.
Gefolgschaft mit Männern auf der Wiese. Keine Reue.
Und wenn es die Wildnis ist, sie ist unser.

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Erneuerung der Lust als Teufelskreis

Die in den Hexgrammen Der Sandsturm und Der Wirbelwind beschriebene Erneuerung der Substanz der Lust geht nicht notwendigerweise mit dem Anbruch eines neuen Zeitalters einher, und nicht notwendigerweise ist es die Aufzehrung dieser Substanz, welche die Erneuerung erzwingt.

Vielmehr läßt sich in der heutigen Zeit eine kontinuierliche Erneuerung dieser Substanz zu dem Zweck beobachten, die Produktivität der Bevölkerung zu steigern, ähnlich zu dem, was ich im Beitrag Hopp, hopp, hopp im Schweinsgalopp beschrieben habe.

Der Mechanismus ist folgender. Die Heimat wird bewußt verunstaltet, um einen unbeherrschten Antrieb zu erwecken und die Menschen infolgedessen in den Geist und das Schicksal der materiellen Erneuerung zu zwingen, welche mit großen Arbeitsanstrengungen einhergehen. Mit anderen Worten wird den Menschen vorgegaukelt, eine Welt erschaffen zu müssen und zu können, in welcher sie eine neue Heimat finden, mit welcher sie betraut wären, wohingegen sie tatsächlich in einer Welt leben, deren Unzugänglichkeit exakt die Heimat darstellt, welche ihnen zum eigenen Gedeih für die nächsten, nicht näher eingegrenzten Generationen verordnet wurde.

Es handelt sich bei dieser Einrichtung um ein Symptom der dritten Phase des Glaubenszykels, welcher gegenwärtig das Zeitalter der Werke durchläuft, nämlich nach der ideellen Klärung des Gemeinwohls und der sittlichen Prägung zu seinem Zweck die Phase der materiellen Hervorbringung desselben, wobei der dieser Einrichtung innewohnende Zynismus ein Anzeichen dafür ist, daß es mit der dritten Phase des Zeitalters der Werke bald zu Ende kommt, denn während die Lust sich diese Ausbeutung gefallen läßt, erleidet der eh schon angeschlagene Sinn für das Wesentliche, das Gefühl, auf seinem Weg getragen zu sein, zusätzlichen Schaden.

Überhaupt denke ich, daß das technisch Angezeigte die Wege zum Zusammenbruch der bestehenden Ordnung aufzeigt.

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Der Wirbelwind

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Wind unter dem Himmel.

Gewachsene Leere der eigenen Lust.
Es muß mit einer bronzenen Bremse im Zaum gehalten werden. Beständigkeit führt zu günstigem Geschick. Wenn man es seinen Lauf nehmen läßt, erfährt man Mißgeschick. Selbst ein mageres Schwein hat es in sich herumzutoben.
Der eigene Antrieb erweist sich als unbeherrscht und unvertrauenswürdig, letztlich aufgrund der Losung: Mach kaputt, was dich kaputt macht, in welcher sich die Sturheit der Lust zeigt.

Gewachsene Fülle der eigenen Achtung.
Es ist ein Fisch im Becken. Kein Vorwurf. Gäste führen nicht weiter.
Es empfiehlt sich, sich zu isolieren, um der Unbeherrschtheit des eigenen Antriebs Herr zu werden, jedenfalls während der eigenen Freizeit.

Gewachsene Fülle der eigenen Achtung.
Er hat keine Haut auf den Oberschenkeln, und das Gehen fällt schwer. Wenn man die Gefahr nicht vergißt, macht man keine großen Fehler.
Man zwingt sich voran, die Lust schmollt, und die Gefahr besteht darin, sich aufzugeben. Man ist auf eine Leere gestoßen, welche echt ist, und welche die Notwendigkeit erweist, den eigenen Antrieb nicht bloß zu kontrollieren, sondern ihn darüberhinaus zu restaurieren.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Kein Fisch im Becken. Dies führt zu Mißgeschick.
Man beginnt nach zu seiner Pflicht passenden Antrieben Ausschau zu halten, also nach Dingen, für welche man sich begeistern kann.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung.
Eine Melone, welche mit Weidenblättern bedeckt ist. Verborgene Linien. Dann fällt sie auf einen vom Heben herab.
Gemeint ist die Rückkoppelung zwischen Antrieb und Erfolg. Antrieb begünstigt den Erfolg und der Erfolg erweckt neuen Antrieb.

Gewachsene Fülle der umgebenden Sorge.
Er begegnet mit seinen Hörnern. Demütigung. Kein Vorwurf.
Der künstlich erschaffene Antrieb erweist sich oftmals als willkürlich, starr und unangepaßt, aber das läßt sich einstweilen nicht vermeiden.

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11. Oktober 2017

Der Spiegel

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See unter dem Himmel.

Gewachsene Fülle der eigenen Lust.
Einfaches Auftreten. Fortschritt ohne Tadel.
Am Anfang braucht man keine Richtschnur.

Gewachsene Fülle der eigenen Achtung.
Betreten eines glatten, ebenen Kurses. Die Beständigkeit eines dunklen Mannes führt zu günstigem Geschick.
Im Umgang mit anderen bildet die Routine die erste Richtschnur.

Gewachsene Leere der eigenen Sorge.
Ein Einäugiger kann sehen, ein Lahmer betreten. Er tritt auf den Schwanz des Tigers. Der Tiger beißt den Mann. Mißgeschick. So handelt ein Krieger seines großen Fürsten halber.
Es bedarf großer Aufopferung, um sich aus dem Vertrauten heraus in die Ungewißheit der Welt zu wagen, mit dem bescheidenen Wissen und Können, welches man einzig als Richtschnur hat.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Er tritt auf den Schwanz des Tigers. Vorsicht und Umsicht führen schließlich zu günstigem Geschick.
Der einzige Weg, den eigenen Fehlern zu begegnen, ist, sie zur Kenntnis zu nehmen und sich zur Richtschnur zu machen, sie zu umschiffen.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung.
Entschiedenes Auftreten. Beständigkeit im Bewußtsein der Gefahr.
Nachdem man eine Richtschnur für sich entwickelt hat, ist sie gleichzeitig zu befolgen, als auch zu prüfen und weiterzuentwickeln.

Gewachsene Fülle der umgebenden Sorge.
Sieh auf dein Auftreten und wäge die vorteilhaften Zeichen. Wenn alles erfüllt ist, folgt das höchste günstige Geschick.
Die letztliche Güte der entwickelten Richtschnur erweist sich an den Ansprüchen, welche ihre Befolgung erfüllt.

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Die Geister der Verschreibung

Die Geister der Verschreibung,
  • der Sorge in Form der Zuflucht,
  • der Achtung in Form der Kluft und
  • der Lust in Form des Blitzes,
 entsprechen der wachsenden Befähigung des Menschen mit
  • seinen Prinzipien,
  • seinem Ehrgeiz und
  • seinen Einfällen
umzugehen.

An sich wäre zu erwarten, daß jeder Mensch die in den obigen Hexagrammen beschriebenen Stadien aus eigenem Erleben kennt, da in ihnen das Dharma seiner Seelenteile wirkt, aber das Wasser ist doch oftmals sehr getrübt und die Feuer unnatürlich eng geschürt.

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Die Zuflucht

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Berg unter dem Himmel.

Gewachsene Leere der eigenen Lust.
In der Nachhut während des Rückzugs. Dies ist gefährlich. Man darf nicht wünschen, etwas zu unternehmen.
Notwendigkeit zur Verteidigung von Prinzipien gibt es immer nur bei ihrem Bruch, und der erste solche Einsatz in einem Leben ist immer ein Rückzugsgefecht, da die einfachsten Prinzipien nur gebrochen werden, wenn sie die Gesellschaft bereits aufgegeben hat, so daß die erste Lektion immer in der Erkenntnis besteht, daß einem vor dem Unverstand der Menschen die Hände gebunden sind.

Gewachsene Leere der eigenen Achtung.
Er hält ihn fest in gelber Ochsenhaut. Niemand kann ihn losreißen.
Die Gesellschaft versucht einem ihre Prinzipien aufzuerlegen, aber scheitert dabei, denn der Zug zu den eigenen Prinzipien ist unaufhaltbar.

Gewachsene Fülle der eigenen Sorge.
Ein unterbrochener Rückzug ist nervenaufreibend und gefährlich. Bekannte als Diener und Mägde zu behalten, führt zu günstigem Geschick.
Auch wenn die Welt einem fremd ist, steht man doch in ihr, und es fördert die eigene Entwicklung, wenn man einstweilen den Umgang mit Bekannten pflegt, um Erfahrungen zu sammeln, welche die spätere Beurteilung der eigenen Prinzipien erlauben.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Freiwilliger Rückzug führt zu günstigem Geschick für den überlegenen Mann und zum Untergang des unterlegenen Mannes.
Die Weiterverfolgung der eigenen Prinzipien erfordert eine zunehmend klarere Grenzziehung zu den Belangen der Gesellschaft.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung.
Freundlicher Rückzug. Beständigkeit führt zu günstigem Geschick.
Das eigene Leben beginnt, sich gemäß den eigenen Prinzipien gestalten zu lassen. Beständigkeit ist die Bedingung ihrer Manifestation und Freundlichkeit das Wesen jedes göttlichen Prinzips.

Gewachsene Fülle der umgebenden Sorge.
Fröhlicher Rückzug. Alles dient dazu weiterzuführen.
Die Zuflucht ist erreicht, die eigenen Prinzipien sind durch seine Befolgung Gesetz geworden, durch Studium seiner und Bekräftigung der eigenen Liebe.

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Die Kluft

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Abgrund unter dem Himmel.

Gewachsene Leere der eigenen Lust.
Wenn man die Angelegenheit nicht endlos fortsetzt, gibt es etwas Geschwätz. Schließlich folgt günstiges Geschick.
Ehrgeiz braucht Augen.

Gewachsene Fülle der eigenen Achtung.
Man kann den Konflikt nicht aufnehmen. Man kehrt nach Hause zurück und gibt nach. Die Menschen seiner Stadt, 300 Haushalte, bleiben frei von Schuld.
Ehrgeiz braucht Gliedmaßen.

Gewachsene Leere der eigenen Sorge.
Sich von alter Tugend zu ernähren verleiht Beständigkeit. Gefahr. Schließlich folgt günstiges Geschick. Falls du zufälligerweise im Dienst eines Königs stehen solltest, such keine Werke.
Ehrgeiz zwängt sich stracks in ein Korsett und meint alsbald kein Fett mehr auf den Rippen zu haben. Es bedarf einer Weile, bis ein Bewußtsein für die eigenen Stärken und Schwächen entsteht.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Man kann den Konflikt nicht aufnehmen. Man kehrt um und ergibt sich dem Schicksal, ändert seine Haltung und findet Frieden in Beständigkeit. Günstiges Geschick.
Ehrgeiz ist streitlustig. Es bedarf der Besinnung auf die eigenen Ziele, um auf lange Sicht hinaus zu wirken.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung.
Vor ihm zu streiten führt zum höchsten günstigen Geschick.
Ehrgeiz ist von Natur aus rastlos. Es bedarf der Disziplin, seine Entscheidungen der Vernunft vorzulegen.

Gewachsene Fülle der umgebenden Sorge.
Selbst wenn man zufällig einen Ledergürtel verliehen bekommen hat, wird er einem am Ende des Morgens dreimal entrissen worden sein.
Ehrgeiz ist egozentrisch und muß schließlich lernen, die eigenen Ziele ohne den eigenen Einsatz zu gewähren.

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Der Blitz

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Donner unter dem Himmel.

Gewachsene Fülle der eigenen Lust.
Unschuldiges Verhalten führt zu günstigem Geschick.
Anfangs widerstrebt dem Einfall nichts.

Gewachsene Leere der eigenen Achtung.
Wenn man beim pflügen nicht an die Ernte denkt, noch daran, wie man den gerodeten Boden nutzen wird, führt es einen weiter, etwas zu unternehmen.
Dem Einfall gesellen sich seine Folgen bei. Die Reinherzigkeit verteidigt ihn gegen die anbrandende Öde.

Gewachsene Leere der eigenen Sorge.
Unverdientes Mißgeschick. Die Kuh, die jemand anband, ist des Wanderers Gewinn und des Bauern Verlust.
Der Einfall erscheint als ein Faktor eines Spannungsfeldes, die Vernunft spannt ihren Zustandsraum auf. Der Reinherzige ist zunächst einmal leicht desorientiert.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Wer beständig bleiben kann, verbleibt tadellos.
Der eigene Einfall wird von den Einfällen der Übrigen umspült. Der Reinherzige muß seiner eigenen Stimme vertrauen.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung.
Nimm keine Arznei gegen eine Krankheit, deren Ursprung nicht in einem Fehler deiner liegt. Sie wird von alleine vorübergehen.
Dem Einfall begegnet das Ansehen, welches er bedingt. Der Reinherzige muß lernen, das, was ihm tatsächlich schadet, von dem zu unterscheiden, was anderen lediglich nicht gefällt.

Gewachsene Fülle der umgebenden Sorge.
Unschuldige Handlung führt zu Mißgeschick. Nichts, das weiterführt.
Der einzelne Einfall gilt freilich nichts vor der Gesamtheit des Gesetzes, dessen infintesimaler Teil er nur ist.

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