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„Daß du nicht weißt, was dir frommt, des faß ich jetzt deines als Pfand!“
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20. Februar 2017

Zur Gesetzlosigkeit der deutschen Rechtschreibung

Natürlich ist bereits die deutsche Sprache gesetzlos, etwa was das grammatikalische Geschlecht angeht (die Fahrt, aber der Flug, die Marter, aber der Prügel) oder die jeweils zu verwendende Präposition (Glaube an, aber Vertrauen auf, auf Kosten, aber unter Verlusten), aber ihre schriftliche Fixierung bringt noch einmal eine weitere Schicht der Gesetzlosigkeit mit sich.

Mit der Kommasetzung, der Groß- und Klein- oder Getrennt- und Zusammenschreibung möchte ich mich hier nicht beschäftigen, sondern mein Augenmerk einzig auf die Wahl der einzelnen Buchstaben zur schriftlichen Wiedergabe der gesprochenen Laute richten.

Gesetzlos ist diese Wahl, wenn sie willkürlich einen oder mehrere Buchstaben für die Wiedergabe eines Lautes im selben Kontext wählt, und insbesondere, wenn das Alphabet mehrere willkürliche Varianten für denselben Laut umfaßt, wie zum Beispiel f und v oder chs, ks und x.

Einige Beispiele. Vater, Familie, von, für, Vogel, Fohlen. Achse, Axt, staksen, schnackseln, wichsen.

Bemerkung. Bei f und v kann man freilich einwenden, daß es sich gar nicht um denselben Laut handelt, sondern daß das v ein leichter labiodentaler Frikativ ist und das f ein schwerer. Allerdings ist es unklar, in wieweit das wirklich Konsens unter den Sprechern des Deutschen ist.

Gehen wir hier tatsächlich von der Nichtgleichwertigkeit von f und v aus, können wir uns bis hierhin damit trösten, daß es nur wenige Wörter mit chs, ks oder x im Deutschen gibt und wir diese Fälle also bald hinreichend gut kennen, wenn wir uns gesondert mit ihnen befassen.

Kommen wir somit zur Frage der Anzeige von kurzen oder langen Vokalen.

Folgende Mechanismen gibt es in der deutschen Rechtschreibung zu diesem Zweck:
  1. Konsonantenverdoppelung (einschließlich ck und tz) zur Anzeige eines kurzen Vokals,
  2. Vokalverdoppelung oder Ergänzung um ein e zur Anzeige eines langen Vokals,
  3. h und ß (aus hs in deutscher Schrift) zur Anzeige eines langen Vokals.
Das i wird nie verdoppelt (ha, ha, nie!), sondern um ein Dehnungs-e ergänzt, und die übrigen Fälle, in welchen ein Dehnungs-e auftritt sind ausgesprochen selten, gerade kommt mir nur Itzehoe in den Sinn.

Das heißt, um die innere Regelmäßigkeit der zweiten Klasse müssen wir uns nicht sorgen, und um die der ersten und der dritten auch nicht, da kk, zz und hs im Deutschen spätestens seit dem 19. Jahrhundert verboten sind.

Betrachten wir also die äußere Gesetzlosigkeit zwischen diesen Klassen.

Zunächst einmal ist dazu festzustellen, daß nur die Anzeige der Kürze, nicht aber die der Länge eines Vokals, im Deutschen obligatorisch ist, und auch das nur, wenn lediglich ein geschriebener Konsonant in der Grundform folgte, also nicht bei Konsonantenkombinationen oder bei ch oder sch. Davon ausgenommen sind Vor- und Endsilben, welche als bekannt angenommen und nie gekennzeichnet werden (er-, ver-, zer-, be-, ge-, ent-, -e, -en, -er, -in) und Präpositionen: an, in, unter, über, auf, neben, entlang, durch, für, von, zu, nach, bei, zwischen, um, vor, hinter, wobei spätere Bildungen wie nahe oder gemäß freilich davon ausgenommen sind, mal ganz abgesehen davon, daß das h in nahe natürlich, wenn auch nur schwach, gesprochen wird.

Und auch für einige Pronomen gilt dies: der, das, wer, was, dir, mir, uns, ich, du, er, es, wir, mich, dich, sich.

Aber bleiben wir beim allgemeinen Wortschatz: Moos, Los, Tal, Aal, Moor, Mohr, Tor, Boot, Kot, Schal, fahl, schwül, kühl, Teer, hehr, Heer, Wehr, Dame, Dänen, dehnen, wähnen, malen, mahlen, Mehl, scheel, schal, Schale, Wal, kahl, schälen, wählen und so weiter.

So gesetzlos das auch ist, es besitzt eine gewisse Ästhetik, nämlich die Ästhetik des Zierrats: Hier das hin, und dort dies...

Die Länge eines Vokals muß also nicht gekennzeichnet werden, und die Wahl der Kennzeichnung steht auch frei, wobei die Vokalverdoppelung, ausgenommen die Dehnung des i's durch's e, freilich eher selten ist.

Interessanterweise führt die mangelnde Kennzeichnungspflicht der Kürze eines Vokals im Deutschen nicht zu Willkür: Dach ist kurz, und Buch und Tuch sind lang, aber das liegt daran, daß es zwei verschiedene Vokale sind. Wucht, Schlucht, Macht, Tracht und so weiter sind alle kurz, aber hier folgt mehr als nur ein Konsonant. Und Gemach und Geruch sind beide lang, aber hier ist die Betonungssituation eine andere. Es ist also möglich alle Fälle als Fälle zu betrachten und sich an sie zu gewöhnen.

Summa summarum: Die Gesetzlosigkeit der deutschen Rechtschreibung entspringt dem wankelmütigen Bestreben, die Länge von Vokalen zu kennzeichnen, was an sich überhaupt nicht nötig wäre, da die Kennzeichnung der Kürze hinreicht, wiewohl die orthographische Trennung von Wörtern gleicher Aussprache, aber verschiedenen Sinnes, selbstverständlich nicht ohne Verdienst ist.

Für die aktuelle Debatte über phonetisches Schreiben heißt das, daß den Kindern vernünftigerweise gesagt werden sollte, daß sie sich um die Kennzeichnung der Länge eines Vokals zunächst mal keine Gedanken machen sollten, da es bei Kennzeichnung der Kürze schon klar ist, welche Vokale lang sind. Ihnen zuzureden, mal selbst mit Vokalverdoppelung und h Wörter zu verschönern, mag in der Tat zu nichts Gutem führen. Das ß nimmt selbstverständlich hinsichtlich der Sonorität in Ableitungen noch wieder eine Sonderstellung ein: mies und fies, aber Spieß; miese, fiese Spieße.

Natürlich mag es etas länger dauern, bis die Kinder auf diese Weise Boot richtig schreiben, aber dafür mag ihnen das Wesen der deutschen Orthographie um so klarer sein und sie weniger gezwungen erscheinen: Einen pädagogischen Schaden sehe ich eher nicht.

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18. Februar 2017

Mein Leben

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-x-
-o-
- -
- -
---
BITING THROUGH has success.
It is favorable to let justice be administered.
Nine in the fourth place means:
Bites on dried gristly meat.
Receives metal arrows.
It furthers one to be mindful of difficulties
And to be persevering.
Good fortune.
Six in the fifth place means:
Bites on dried lean meat.
Receives yellow gold.
Perseveringly aware of danger.

No blame.
Stimmt schon.

Die Traurigkeit der Jugend, der erlebte Verrat am Glauben, die Erbärmlichkeit der Niedertracht, die eigene Bescheidung des und Abscheidung vom Leben.

Ein Grund, das eigene Leben zu gebrauchen, eine Erinnerung an das Notwendige, ein Hoffnungsstoß, denn wo es Hunger gibt, da wird sich auch Nahrung finden.

Ehrlichkeit und Vertrauen können ohne Welt- und Menschenkenntnis nicht bestehen. Geradeheraus kann nur der Große sein, ohne sich von anderen behüten zu lassen.

Ich bin Fleisch vom Fleische eines Stamms, ich weiß, worin mein Leben liegt, und so schwach und verirrt der Fluß auch ist, mein Leben sei der Spaten, ihm den Weg zurück in sein Bett zu graben.

Das kraftlose Salz sei verworfen, der Abschaum flute die Straßen, der Sinn für das Rechte erhebe sich wieder.

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15. Februar 2017

Claudius and Nero

Since Nero is such a controversial figure, reliable accounts of his reign are hard to come by. But it seems a fair guess that his reign must have faced the same problems that Claudius' reign faced and so I'll turn my attention thither.

We can readily establish, based on Suetonius' account, that Claudius was a careful and detached person, who valued his own safety more than his own glory. And if this portrait of him is indeed his likeness,

we can safely say that that was so, because he was completely averse to the concept of glory, as would befit, of course, a crippled man.

When Claudius became emperor at the age of 49, he had already lived a life of ridicule and it is not hard to imagine that he would have taken further ridicule nonchalantly, in particular if it meant that he would be left alone as before during Caligula's reign, id est that he was prepared to put on a show for the sake of his environment.

Claudius wrote a lot, and from that alone we could deduce that in his view it was the written word that really mattered and not the political dealings of the day.

And if this was indeed his belief then it would figure that amongst all political questions he would be most concerned with the right form of worship, and it certainly appears that he was concerned with that:
He utterly abolished the cruel and inhuman religion of the Druids among the Gauls, which under Augustus had merely been prohibited to Roman citizens; on the other hand he even attempted to transfer the Eleusinian rites from Attica to Rome, and had the temple of Venus Erycina in Sicily, which had falled to ruin through age, restored at the expense of the treasury of the Roman people. He struck his treaties with foreign princes in the Forum, sacrificing a pig and reciting the ancient formula of the fetial priests.

- Gaius Suetonius Tranquillus

Although he refused the title, he was of course an emperor and as such he governed around the Senate, relying on freed men to administer his will. He ran into some trouble with that, but not a lot. He made some changes to the law, but generally he preferred to keep things as they were, trying only to reign in decadence, but never valuing principle higher than stability.

Now, with regard to the situation he was facing: It was fragile in terms of power struggles and fragile economically. And Claudius could be viewed as a restorer who worked on a ruin - at least that's not in disagreement with his efforts to restore some powers of the Senate, emphasise the nobility of his ancestors and to facilitate the food trade.

And then there's the matter of Christianity.
Since the Jews constantly made disturbances at the instigation of Chrestus, he expelled them from Rome.

- Gaius Suetonius Tranquillus

Chrestus might be Christos or not, but this is from Claudius' own hand:
[...] not to bring in or admit Jews who come down the river from Egypt or from Syria, a proceeding which will compel me to conceive serious suspicions. Otherwise I will by all means take vengeance on them as fomenters of which is a general plague infecting the whole world.

- Letter of the Emperor Claudius to the Alexandrians

Now, a staunch anti-semite might interprete the plague infecting the whole world to be the Jews themselves, but
  1. they are accused of fomenting the plague
  2. what bother, if the Jews themselves are the plague, whether they are in Syria or up the Nile or in Alexandria.

So, it is quite impossible to interprete the plague infecting the whole world in any other way than as Christianity and Syria and the Nile valley in any other than as its early hotbeds.

And the fact that Claudius would refer to Christianity as a plague demonstrates, given his overall character and ambition, that he perceived it as a threat to the established order.

And then came Nero: young, inexperienced, acquainted with murder as a means of advancement, instilled with a sense of physical and dynastical superiority and facing the same problems, the same ruin. And if only the account of Claudia Octavia's death is accurate, that he divorced her, because she bored him, we can be absolutely certain that Nero would destroy that which he aspired to embody: the dominance of the Greco-Roman spirit.

And this is a defining characteristic of the beast: that it will not know that, which it means to represent, that it will be severed from the tradition, in which it sees itself: young, fiercely proud and acquainted with crime. Or at least that's the character that would serve best to play the role of the beast, id est shorten its days to the shortest possible term.

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14. Februar 2017

Selbstbild und Rollenzuweisung

Die gesellschaftlichen Ansichten des deutschen Volkes lassen sich leicht von einem Selbstbild und den ihm eigenen Rollenzuweisungen ableiten, und durch diese Ableitungen tritt zu Tage, daß es sich dabei nicht nur um ein Selbstbild, sondern um sein Selbstbild handelt.

Ich möchte im folgenden drei Beispiele betrachten, nämlich die Meinung des deutschen Volkes zu
  1. Bernd Schuster,
  2. Silvia Renate Sommerlath und
  3. dem griechischen Volk anno 2015.
Das Selbstbild, welches ich im Sinn habe, ist das eines Knechts, beziehungsweise das einer Magd.

Denn wie würde ein Knecht über einen anderen Knecht denken, welcher im Ausland Karriere macht?

Doch wohl, daß er seinen Platz nicht kenne, daß er überheblich sei, ein großes Maul habe und so weiter.

Und wie würde er über eine Magd denken, welche im Ausland in einen höheren Stand eingeheiratet hätte?

Doch wohl, daß sie zu beglückwünschen sei und auch er selbst, nun, da er eine diplomatische Vertretung in fremden Gefilden besäße.

Und über ein anderes Volk, welches Geld von ihm will?

Ganz sicher, daß es zu faul sei, sein eigenes Geld zu verdienen, und das würde er ihm auch ins Gesicht sagen, mit vor Stolz auf seinen eigenen Fleiß geschwellter Brust.

Wir sehen, das deutsche Volk hält sich selbst für das Gesinde eines Haushalts, welches seinen Platz kennen und zusammenstehen sollte, und es gehört zu den ersten Aufgaben eines deutschen Politikers, seine Politik und seine Rhetorik auf diesen Umstand einzustellen, was in Deutschland selbstverständlich auch schon seit undenklichen Zeiten geschieht, wiewohl zuweilen die eine oder andere Regierung an der Gesinnung ihres Volkes verzweifelt, wann es sich dann ausnahmsweise ergibt, daß die Regierung wechselt.

Bei den Holländern und Türken verhält es sich selbstverständlich ganz ähnlich, aber sonst darf man nicht so ohne weiteres annehmen, daß sich das Volk im Ausland nach den selben Gesetzen verhält, welche im Inland gelten.

Und daraus ergeben sich auch Konflikte, welche jetzt beim Versuch der Harmonisierung des Weltbürgerverständnisses im Rahmen der Globalisierung aufbrechen: Das Gesinde will Haushälter, der freier gesinnte Teil der Menschheit nicht.

Und es ist diese Kante, entlang welcher sich der Druck zur Reform staut bis eine Lösung des Konflikts gefunden ist - bis die Folgsamkeit nicht mehr in den Händen jener ist, welche sie gegen die Freiheit wenden, und die Freiheit wieder in jenen Gefilden wirkt, welche die Folgsamkeit nicht abstoßen, sondern inspirieren.

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10. Februar 2017

Klonovsky geht mir gehörig auf den Keks

Er zitiert zustimmend über Rubens:
Aus seiner immer jubelnden, immer sinnenfreudigen Animalität [...] spricht die Flachheit des Glücklichen, [...] spricht vor allem jener tiefe Atheismus, der allmählich von Europa Besitz ergreift und zuerst in Holland als dem vorgeschrittensten Lande sein Haupt erhebt.
Der Flachheit des Glücklichen, der Oberflächlichkeit, Dreistigkeit und Leichtfertigkeit, deren Dreiklang man auf Englisch auch schlicht als gross bezeichnen kann, eignet überhaupt nichts Tiefes, und schon gar kein Atheismus.

Die in der Tat bisweilen bei Holländern anzutreffende tiefe Verachtung moralischer Ratschläge entspringt etwas ganz anderem, was Rubens indes tunlichst verhehlt, nämlich der Bitterkeit des Eingepferchten.

Man erzieht einen Grobian nicht zum Glauben, indem man ihn zwingt, man macht ihn nur gehässig, und die Kirche, die Calvinisten einzig ausgenommen, weiß das auch.

Gläubig wird der Grobian erst, wenn ihm auf seinem Weg Grobes begegnet.

Wahrscheinlich ist diese Bemerkung keinen eigenen Beitrag wert, aber nichts ist mir mehr verhaßt als die auf Extraordinarität zielende Darstellung des Gewöhnlichen, etwas, das zu bekämpfen Klonovsky sich selbst auf die Fahne geschrieben hat: Friede den Gemeinplätzen, Krieg den Moden. - von wegen!

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Freundschaftsschmieden

Natürlicherweise wird Freundschaft in der Umgebung, in welcher einer aufwächst, geschmiedet, und jede kulturelle Institution zu dem selben Zweck muß einen Weg darstellen, diese Umgebung zu verlassen.

Betrachten wir das Mögliche. Entweder einer übernimmt selbst Verantwortung dafür, wohin er seine Schritte wendet, oder er läßt sich willfährig versetzen.

Wenden wir uns zunächst den Versetzungsmechanismen zu.

Entweder die Versetzung folgt einer Regel, oder sie erfolgt als Kür durch ein Regime.

Ein kurzer Blick auf die gesellschaftlichen Verhältnisse zeigt, daß regelgemäße Versetzung nur als Teil von Ausbildungsprozessen erfolgt, während jede Zuweisung von überpersönlicher Verantwortung nur als Kür stattfindet.

Mit anderen Worten kann niemand an eine verantwortungstragende Position versetzt werden, der nicht bereit ist, sein Leben sowohl Regeln als auch einer Herrschaft bedingungslos anzuvertrauen. Die Herrschaft kann er sich freilich aussuchen, aber darin erschöpft sich seine Freiheit.

Nennen wir einen regelfolgenden Versetzungmechanismus also einen Qualifizierungsprozeß und einen Kür basierten einen Betrauungsprozeß.

Ein paar Worte zu den sich so ergebenden Freundschaften.

Der Qualifizierungsprozeß mag aussichtsvolle Freundschaften schmieden, aber ihr Fortbestand hängt davon ab, daß sich ihre Teilhaber aus den Versetzungsmechanismen lösen.

Der Betrauungsprozeß läßt nur im nichthierarchischen Fall, bei der Aufnahme in ein Arbeitskollektiv, Freundschaften zu, wie es bei der Aufnahme in einen Stamm und ähnlichem der Fall ist, denn alle Fälle sind jenem ähnlich. Insbesondere ist ihnen allen gemein, daß sich der Gekürte fühlt, als sei er gekauft worden.

Zu manchen Zeiten und an manchen Orten mag sich die Eheschließung für die Frau so angefühlt haben, beziehungsweise anfühlen, doch wer meint, diesen Zuständen entkommen zu sein, sollte meines Erachtens darauf hingewiesen werden, daß er vor diesen Zuständen in ein System geflohen ist, welches Freundschaft systematisch ausschließt.

Doch wenden wir uns nach diesem jenen Institutionen zu, welche die eigene Verantwortungsübernahme für den eingeschlagenen Weg erlauben.

Betrachten wir wieder das Mögliche. Entweder einer entscheidet selbst aufgrund der ihm verfügbaren Informationen, wohin und an wen er sich wenden will, oder er wendet sich vertrauensvoll an einen Dritten, um sich von ihm diesbezüglichen Rat einzuholen.

Ein Beispiel für den ersten Fall ist das Dating, und Dating-Sites sind eine für ihn mustergültige Institution, soll heißen, alle diesem Vorgehen dienlichen Institutionen befassen sich damit, relevante Informationen zu sammeln und bereitzustellen.

Nennen wir diese Freundschaftsschmiede also einen Anpreisungsprozeß.

Und damit kommen wir zum letzten möglichen Fall, der Bereitstellung von Vertrauenspersonen, welche über das nötige fachliche Wissen verfügen, um Menschen kompetenten Rat zu erteilen, in welchem Umfeld sie ihre Anliegen vollstumfänglich verwirklichen können, und sich zu diesem Zweck mit ihresgleichen in anderen Gegenden austauschen.

Diese Freundschaftsschmiede nennen wir einen Beurteilungsprozeß.

Selbstverständlich hängt jedes System, unabhängig davon, ob es Freundschaft befördert oder ausschließt, davon ab, daß seine Prozesse funktionieren, und die Funktionstüchtigkeit seiner Prozesse hat ihre jeweiligen Voraussetzungen, aber ohne mich damit im Detail befassen zu wollen, scheint mir der Beurteilungsprozeß doch die segensreichste Freundschaftsschmiede zu sein, wenngleich in manchen Fällen eine Kombination von Qualifizierung und Anpreisung wohl bessere Ergebnisse liefern wird.

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9. Februar 2017

Freiheit und Freundschaft

Ein paar Menschen, welche sich hinreichend gut verstehen, um ihre Ziele gemeinsam anzugehen,
beginnen leichterdings auch die größten Werke, wenn sie niemand daran hindert.
Und es ist der Verlust dieses Naturrechts, welchen Kinder beklagen,
wenn sie von ihren Freunden getrennt werden.

Ich für meinen Teil wünsche mir die Jugend
stolz auf ihre Freiheit, selbst zu entscheiden,
wie sie ihre Bedürfnisse stillt und verwirklicht,
was ihr angelegen ist.

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7. Februar 2017

Offenbarung, 9: Die fünfte und die sechste Posaune

Und der fünfte Engel posaunte: und ich sah einen Stern, gefallen vom Himmel auf die Erde; und ihm ward der Schlüssel zum Brunnen des Abgrunds gegeben. Und er tat den Brunnen des Abgrunds auf; und es ging auf ein Rauch aus dem Brunnen wie ein Rauch eines großen Ofens, und es ward verfinstert die Sonne und die Luft von dem Rauch des Brunnens. Und aus dem Rauch kamen Heuschrecken auf die Erde; und ihnen ward Macht gegeben, wie die Skorpione auf Erden Macht haben. Und es ward ihnen gesagt, daß sie nicht beschädigen das Gras auf Erden noch ein Grünes noch einen Baum, sondern allein die Menschen, die nicht haben das Siegel Gottes an ihren Stirnen*. Und es ward ihnen gegeben, daß sie sie nicht töteten, sondern sie quälten fünf Monate lang; und ihre Qual war wie eine Qual vom Skorpion, wenn er einen Menschen schlägt. Und in den Tagen werden die Menschen den Tod suchen, und nicht finden; werden begehren zu sterben, und der Tod wird vor ihnen fliehen. Und die Heuschrecken sind gleich den Rossen, die zum Kriege bereitet sind; und auf ihrem Haupt wie Kronen, dem Golde gleich, und ihr Antlitz gleich der Menschen Antlitz; und hatten Haare wie Weiberhaare, und ihre Zähne waren wie die der Löwen; und hatten Panzer wie eiserne Panzer, und das Rasseln ihrer Flügel wie das Rasseln an den Wagen vieler Rosse, die in den Krieg laufen; und hatten Schwänze gleich den Skorpionen, und es waren Stacheln an ihren Schwänzen; und ihre Macht war, zu beschädigen die Menschen fünf Monate lang. Und hatten über sich einen König, den Engel des Abgrunds, des Name heißt auf hebräisch Abaddon, und auf griechisch hat er den Namen Apollyon. Ein Wehe ist dahin; siehe, es kommen noch zwei Wehe nach dem.
Deutung. 

Die Heuschrecken.


Die Siegel.

Die Zähne eines Löwen.


Welche den Tod suchen, aber nicht finden.


* Die Vereinigten Staaten haben den Einsatz chemischer Waffen auch nie ausgeschlossen. Es handelt sich einzig um eine Frage des öffentlichen Ansehens, ob es sich um eine unbeabsichtigte Nebenwirkung oder einen gezielten Giftgaseinsatz gehandelt hat.

Und der sechste Engel posaunte: und ich hörte eine Stimme aus den vier Ecken des goldenen Altars vor Gott, die sprach zu dem sechsten Engel, der die Posaune hatte: Löse die vier Engel, die gebunden sind an dem großen Wasserstrom Euphrat. Und es wurden die vier Engel los, die bereit waren auf die Stunde und auf den Tag und auf den Monat und auf das Jahr, daß sie töteten den dritten Teil der Menschen. Und die Zahl des reisigen Volkes war vieltausendmal tausend; und ich hörte ihre Zahl. Und also sah ich die Rosse im Gesicht und die daraufsaßen, daß sie hatten feurige und bläuliche und schwefelige Panzer; und die Häupter der Rosse waren wie die Häupter der Löwen, und aus ihrem Munde ging Feuer und Rauch und Schwefel. Von diesen drei Plagen ward getötet der dritte Teil der Menschen, von dem Feuer und Rauch und Schwefel, der aus ihrem Munde ging. Denn ihre Macht war in ihrem Munde; und ihre Schwänze waren den Schlangen gleich und hatten Häupter, und mit denselben taten sie Schaden. Und die übrigen Leute, die nicht getötet wurden von diesen Plagen, taten nicht Buße für die Werke ihrer Hände, daß sie nicht anbeteten die Teufel und goldenen, silbernen, ehernen, steinernen und hölzernen Götzen, welche weder sehen noch hören noch wandeln können; und taten auch nicht Buße für ihre Morde, Zauberei, Hurerei und Dieberei.
Deutung.

Die Rösser.


Die Götzen.

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Offenbarung, 10: Die siebte Posaune

Und ich sah einen andern starken Engel vom Himmel herabkommen; der war mit einer Wolke bekleidet, und ein Regenbogen auf seinem Haupt und sein Antlitz wie die Sonne und Füße wie Feuersäulen, und er hatte in seiner Hand ein Büchlein aufgetan. Und er setzte seinen rechten Fuß auf das Meer und den linken auf die Erde; und er schrie mit großer Stimme, wie ein Löwe brüllt. Und da er schrie, redeten sieben Donner ihre Stimmen. Und da die sieben Donner ihre Stimmen geredet hatten, wollte ich sie schreiben. Da hörte ich eine Stimme vom Himmel sagen zu mir: Versiegle, was die sieben Donner geredet haben; schreibe es nicht! Und der Engel, den ich sah stehen auf dem Meer und der Erde, hob seine Hand gen Himmel und schwur bei dem Lebendigen von Ewigkeit zu Ewigkeit, der den Himmel geschaffen hat und was darin ist, und die Erde und was darin ist, und das Meer und was darin ist, daß hinfort keine Zeit mehr sein soll; sondern in den Tagen der Stimme des siebenten Engels, wenn er posaunen wird, soll vollendet werden das Geheimnis Gottes, wie er hat verkündigt seinen Knechten, den Propheten. Und ich hörte eine Stimme vom Himmel abermals mit mir reden und sagen: Gehe hin, nimm das offene Büchlein von der Hand des Engels, der auf dem Meer und der Erde steht! Und ich ging hin zu dem Engel und sprach zu ihm: Gib mir das Büchlein! Und er sprach zu mir: Nimm hin und verschling es! und es wird dich im Bauch grimmen; aber in deinem Munde wird's süß sein wie Honig. Und ich nahm das Büchlein von der Hand des Engels und verschlang es, und es war süß in meinem Munde wie Honig; und da ich's gegessen hatte, grimmte mich's im Bauch. Und er sprach zu mir: Du mußt abermals weissagen von Völkern und Heiden und Sprachen und vielen Königen.
Deutung.

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Offenbarung, 19: Die Hochzeit des Lammes oder die Bereitung der Herzen

Darnach hörte ich eine Stimme großer Scharen im Himmel, die sprachen: Halleluja! Heil und Preis, Ehre und Kraft sei Gott, unserm HERRN! Denn wahrhaftig und gerecht sind seine Gerichte, daß er die große Hure verurteilt hat, welche die Erde mit ihrer Hurerei verderbte, und hat das Blut seiner Knechte von ihrer Hand gefordert. Und sie sprachen zum andernmal: Halleluja! und der Rauch geht auf ewiglich. Und die vierundzwanzig Ältesten und die vier Tiere fielen nieder und beteten an Gott, der auf dem Stuhl saß, und sprachen: AMEN, Halleluja! Und eine Stimme ging aus von dem Stuhl: Lobt unsern Gott, alle seine Knechte und die ihn fürchten, beide, klein und groß! Und ich hörte wie eine Stimme einer großen Schar und wie eine Stimme großer Wasser und wie eine Stimme starker Donner, die sprachen: Halleluja! denn der allmächtige Gott hat das Reich eingenommen. Lasset uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben! denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und sein Weib hat sich bereitet. Und es ward ihr gegeben, sich anzutun mit reiner und schöner Leinwand. (Die köstliche Leinwand aber ist die Gerechtigkeit der Heiligen.) Und er sprach zu mir: Schreibe: Selig sind, die zum Hochzeitsmahl des Lammes berufen sind. Und er sprach zu mir: Dies sind wahrhaftige Worte Gottes. Und ich fiel vor ihn zu seinen Füßen, ihn anzubeten. Und er sprach zu mir: Siehe zu, tu es nicht! Ich bin dein Mitknecht und deiner Brüder, die das Zeugnis Jesu haben. Bete Gott an! (Das Zeugnis aber Jesu ist der Geist der Weissagung.)

Und ich sah den Himmel aufgetan; und siehe, ein weißes Pferd. Und der daraufsaß, hieß Treu und Wahrhaftig, und er richtet und streitet mit Gerechtigkeit. Seine Augen sind wie eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt viele Kronen; und er hatte einen Namen geschrieben, den niemand wußte denn er selbst. Und war angetan mit einem Kleide, das mit Blut besprengt war; und sein Name heißt "der Begriff Gottes". Und ihm folgte nach das Heer im Himmel auf weißen Pferden, angetan mit weißer und reiner Leinwand. Und aus seinem Munde ging ein scharfes Schwert, daß er damit die Heiden schlüge; und er wird sie regieren mit eisernem Stabe; und er tritt die Kelter des Weins des grimmigen Zorns Gottes, des Allmächtigen. Und er hat einen Namen geschrieben auf seinem Kleid und auf seiner Hüfte also: Ein König aller Könige und ein HERR aller Herren.

Und ich sah einen Engel in der Sonne stehen; und er schrie mit großer Stimme und sprach zu allen Vögeln, die unter dem Himmel fliegen: Kommt und versammelt euch zu dem Abendmahl des großen Gottes,  daß ihr esset das Fleisch der Könige und der Hauptleute und das Fleisch der Starken und der Pferde und derer, die daraufsitzen, und das Fleisch aller Freien und Knechte, der Kleinen und der Großen! Und ich sah das Tier und die Könige auf Erden und ihre Heere versammelt, Streit zu halten mit dem, der auf dem Pferde saß, und mit seinem Heer. Und das Tier ward gegriffen und mit ihm der falsche Prophet, der die Zeichen tat vor ihm, durch welche er verführte, die das Malzeichen des Tiers nahmen und die das Bild des Tiers anbeteten; lebendig wurden diese beiden in den feurigen Pfuhl geworfen, der mit Schwefel brannte. Und die andern wurden erwürgt mit dem Schwert des, der auf dem Pferde saß, das aus seinem Munde ging; und alle Vögel wurden satt von ihrem Fleisch.
Deutung.
  1. Absatz. Die Bereitung der Herzen.
  2. Absatz. Der Gesalbte.
  3. Absatz. Die Überwindung des Tiers.
Damit der Begriff Gottes wieder in die Herzen der Menschen einziehen kann, müssen zunächst einmal die geisttötenden Heilsversprechen der Vereinten Nationen, vergleiche Nationales Vertrauen, aus dem Weg geschafft werden. Die dadurch entstehende Verunsicherung schafft erst die Möglichkeit zur Umkehr.

Und erst in diese Wiederaufnahme des Begriffs Gottes kann die Salbung eines ihm entsprechenden Bündelers aller Ansprüche fallen, eines Pantokrators.

Und aus der so entstehenden Einheit heraus wird das Tier überwunden.

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Offenbarung, 17: Das große Babylon New York

Und es kam einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen hatten, redete mit mir und sprach zu mir: Komm, ich will dir zeigen das Urteil der großen Hure, die da an vielen Wassern sitzt; mit welcher gehurt haben die Könige auf Erden; und die da wohnen auf Erden, sind trunken geworden von dem Wein ihrer Hurerei.

Und er brachte mich im Geist in die Wüste. Und ich sah ein Weib sitzen auf einem scharlachfarbenen Tier, das war voll Namen der Lästerung und hatte sieben Häupter und zehn Hörner. Und das Weib war bekleidet mit Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und edlen Steinen und Perlen und hatte einen goldenen Becher in der Hand, voll Greuel und Unsauberkeit ihrer Hurerei, und an ihrer Stirn geschrieben einen Namen, ein Geheimnis: Die große Babylon, die Mutter der Hurerei und aller Greuel auf Erden. Und ich sah das Weib trunken von dem Blut der Heiligen und von dem Blute der Zeugen Jesu. Und ich verwunderte mich sehr, da ich sie sah.

Und der Engel spricht zu mir: Warum verwunderst du dich? Ich will dir sagen das Geheimnis von dem Weibe und von dem Tier, das sie trägt und hat sieben Häupter und zehn Hörner. Das Tier, das du gesehen hast, ist gewesen und ist nicht und wird wiederkommen aus dem Abgrund und wird fahren in die Verdammnis, und es werden sich verwundern, die auf Erden wohnen, deren Namen nicht geschrieben stehen in dem Buch des Lebens von Anfang der Welt, wenn sie sehen das Tier, daß es gewesen ist und nicht ist und dasein wird. Hier ist der Sinn, der zur Weisheit gehört! Die sieben Häupter sind sieben Berge, auf welchen das Weib sitzt, und sind sieben Könige. Fünf sind gefallen, und einer ist, und der andere ist noch nicht gekommen; und wenn er kommt, muß er eine kleine Zeit bleiben. Und das Tier, das gewesen und ist nicht, das ist der achte und ist von den sieben und fährt in die Verdammnis. Und die zehn Hörner, die du gesehen hast, das sind zehn Könige, die das Reich noch nicht empfangen haben; aber wie Könige werden sie eine Zeit Macht empfangen mit dem Tier. Die haben eine Meinung und werden ihre Kraft und Macht geben dem Tier. Diese werden streiten mit dem Lamm, und das Lamm wird sie überwinden (denn es ist der HERR aller Herren und der König aller Könige) und mit ihm die Berufenen und Auserwählten und Gläubigen. Und er sprach zu mir: Die Wasser, die du gesehen hast, da die Hure sitzt, sind Völker und Scharen und Heiden und Sprachen. Und die zehn Hörner, die du gesehen hast, und das Tier, die werden die Hure hassen und werden sie einsam machen und bloß und werden ihr Fleisch essen und werden sie mit Feuer verbrennen. Denn Gott hat's ihnen gegeben in ihr Herz, zu tun seine Meinung und zu tun einerlei Meinung und zu geben ihr Reich dem Tier, bis daß vollendet werden die Worte Gottes. Und das Weib, das du gesehen hast, ist die große Stadt, die das Reich hat über die Könige auf Erden.
Deutung.
  1. Absatz. Auszeichnung des großen Babylons.
  2. Absatz. Wesen des großen Babylons.
  3. Absatz. Schicksal des großen Babylons.
Der Ort, an welchem sich die Regierungen der Welt an vielen Wassern treffen, ist New York, und Babylon, Long Island, steht ihm auf die Stirn geschrieben.

Im Gegensatz zur Kirche, vergleiche Offenbarung, 12: Das Weib und der Drache oder die Kirche und die Welt, wird dieses Weib, diese Form des Anhängens, dieser Verein nicht vom Tier verfolgt, sondern getragen, auch wenn das Tier das Weib dafür haßt, denn dem entzweienden Geist der Welt entspringen sie beide: das Tier und die Vereinten Nationen.

Der sieben Könige einer, der ist, gewesen ist und wiederkehren wird, ist Nero Caesar. Er wird einen Bund mit 10 Vasallen schließen, welcher die Vereinten Nationen ersetzen und New York zerstören wird.

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Offenbarung, 13: Die Herrschaft des Tiers

Und ich trat an den Sand des Meeres und sah ein Tier aus dem Meer steigen, das hatte sieben Häupter und zehn Hörner und auf seinen Hörnern zehn Kronen und auf seinen Häuptern Namen der Lästerung. Und das Tier, daß ich sah, war gleich einem Parder und seine Füße wie Bärenfüße und sein Mund wie eines Löwen Mund. Und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Stuhl und große Macht. Und ich sah seiner Häupter eines, als wäre es tödlich wund; und seine tödliche Wunde ward heil. Und der ganze Erdboden verwunderte sich des Tieres und sie beteten den Drachen an, der dem Tier die Macht gab, und beteten das Tier an und sprachen: Wer ist dem Tier gleich, und wer kann mit ihm kriegen?

Und es ward ihm gegeben ein Mund, zu reden große Dinge und Lästerungen, und ward ihm gegeben, daß es mit ihm währte zweiundvierzig Monate lang. Und es tat seinen Mund auf zur Lästerung gegen Gott, zu lästern seinen Namen und seine Hütte und die im Himmel wohnen. Und ward ihm gegeben, zu streiten mit den Heiligen und sie zu überwinden; und ward ihm gegeben Macht über alle Geschlechter und Sprachen und Heiden. Und alle, die auf Erden wohnen, beten es an, deren Namen nicht geschrieben sind in dem Lebensbuch des Lammes, das erwürgt ist, von Anfang der Welt. Hat jemand Ohren, der höre! So jemand in das Gefängnis führt, der wird in das Gefängnis gehen; so jemand mit dem Schwert tötet, der muß mit dem Schwert getötet werden. Hier ist Geduld und Glaube der Heiligen.

Und ich sah ein anderes Tier aufsteigen aus der Erde; das hatte zwei Hörner gleichwie ein Lamm und redete wie ein Drache. Und es übt alle Macht des ersten Tiers vor ihm; und es macht, daß die Erde und die darauf wohnen, anbeten das erste Tier, dessen tödliche Wunde heil geworden war; und tut große Zeichen, daß es auch macht Feuer vom Himmel fallen vor den Menschen; und verführt, die auf Erden wohnen, um der Zeichen willen, die ihm gegeben sind zu tun vor dem Tier; und sagt denen, die auf Erden wohnen, daß sie ein Bild machen sollen dem Tier, das die Wunde vom Schwert hatte und lebendig geworden war. Und es ward ihm gegeben, daß es dem Bilde des Tiers den Geist gab, daß des Tiers Bild redete und machte, daß alle, welche nicht des Tiers Bild anbeteten, getötet würden. Und es macht, daß die Kleinen und die Großen, die Reichen und die Armen, die Freien und die Knechte allesamt sich ein Malzeichen geben an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn, daß niemand kaufen oder verkaufen kann, er habe denn das Malzeichen, nämlich den Namen des Tiers oder die Zahl seines Namens.

Hier ist Weisheit! Wer Verstand hat, der überlege die Zahl des Tiers; denn es ist eines Menschen Zahl, und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig.
Deutung.
  1. Absatz. Auszeichnung des Tieres.
  2. Absatz. Wesen des Tieres.
  3. Absatz. Herrschaftsweise des Tieres.
  4. Absatz. Vergleichung des Tieres.
Das Tier wird als Camouflage und Stiefel tragend (Stiefel verlängern scheinbar die Zehen, wenn man annimmt, daß die Zehen bis zu dem Punkt reichen, an welchem Stiefel abknicken), brüllend und aus Übersee kommend gekennzeichnet. Sein Sitz ist der Drache, also der nordamerikanische Kontinent, vergleiche Offenbarung, 12: Das Weib und der Drache oder die Kirche und die Welt, und seine Macht findet auch dann kein Ende, wenn es tödlich verwundet wird (Vietnam).

Das Tier ist von vulgärer Art und erlangt Hegemonie über die ganze Welt.

Und es herrscht durch das Fernsehen, welches seine Macht, seine Bombardements, vor aller Augen aufführt, und die Menschen dadurch dazu bringt, seine Währung für alle Handelsgeschäfte zu verwenden.

Es gleicht, kurz gesagt, Nero Caesar.

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